1. Tag: Anreise mit Zwischenstopp ***
Wir kommen bei der Anreise über Aachen zur Abtei Val Dieux. Bei einer Führung mit Verkostung, und einem kleinen Nachmittagspaziergang können wir uns von der Fahrt erholen und schon ein wenig Belgien schnuppern. Danach geht es weiter zum Fluss Maas, nach Dinant: Nach dem Einchecken im Hotel „Les Jardins de Molignée“ nehmen wir unser Abendessen ein.
2. Tag: Dinant: Zitadelle und Innenstadt mit Sax-Museum
Nach dem Frühstück ist es nicht weit in die Stadt. Unverwechselbar ist die Silhouette der Stadt wegen der überdimensionierten Zwiebelhaube der Stiftskirche Notre-Dame aus dem 13. Jh., Über den hohen Felsen trotzt und thront die Zitadelle hoch über der Stadt. Nach mit weitem Blick über die Stadt und das Maastal. Im engen Tal der Maas liegt Dinant, ohne die die Musik um eine Klangfarbe ärmer wäre. Hier wurde Adolphe Sax geboren, der Erfinder des Saxophons. Kein Wunder, denn seit Jahrhunderten ist Dinant berühmt für seine kunstvollen Messing- und Kupferarbeiten. Ebenso bekannt sind die so genannten >Dinanderien< oder Flamiche, köstliche Käsetorten aus den lokalen Konditoreien. Rückfahrt ins Hotel zum Abendessen.
3. Tag: Stadtführung in Liège und Besuch der Kristallerie / Glasbläserei Saint Lambert
Nach dem Frühstück fahren wir entlang der Maas und durch die Flusslandschaft nach Liège. Die Reste der längst vergangenen Eisenindustrie lassen den Besucher nicht ahnen, welch‘ reiche und glänzende Geschichte sich in den barocken Palästen und Innenhöfen Innenhöfen aus der Renaissance entfaltet. Lüttich, seit 712 Bischofssitz und schon im ausgehenden Mittelalter schon eine Stadt der kunstvollen Metallurgie, der sakralen und bürgerlichen Kunst. Wie Georges Simenon als Kommissar Maigret, dürfen wir einige Geheimnisse kennen lernen. In der Kristallmanufaktur von Val St-Lambert in Seraing (6 km südwestlich von Lüttich) lassen sich Glasbläser über die Schultern schauen und die die Ergebnisse bestaunen. Auf der Rückfahrt lohnt sich ein Fototermin in der sehenswerten „Mini-Stadt“, Durbuy. Die Stadtrechte wurden 1331 verliehen und heute leben dort 400 Einwohner. Abendessen im Hotel in Dinant
4. Tag: Grottes de „Han sur Lesse“, Brauerei Falmignoul
Die kleine Fahrt nach dem Frühstück führt uns diesmal in die Unterwelt der „Grottes de Han“. Skarabäus-Saal, Vigneron-Saal und Saal der Spiegelungen sind klangvolle Namen großer Tropfsteinhöhlen innerhalb der Grotte. der Stalagmiten und Stalagtiten werden durch eine Klang- und Lichtshow im Waffensaal zu besonderen Gestalten, einem aufregenden Abenteuer. Zuvor geht es mit einer altertümlichen Trambahn ab der Ortskirche von Han ist ein Erlebnis. In der Brauerei Caracole in Falmignoul erleben wir dann am Nachmittag ein lebendiges Museum mit einer pittoresken handwerklichen Brauerei. Wie von den Gründern im 18. Jahrhundert, werden von Meistern der Gerste, nach althergebrachten Methoden, in Kupferkesseln, mit Holzkohle befeuert, verschiedene Biere gebraut. Danach gibt es auch was zu probieren. Danach bleibt noch Freizeit als Tages - Abschluss in der Innenstadt von Dinant. Abendessen im Hotel in Dinant.
5. Tag: Waterloo: Herrschaft von Napoleon zu Ende. Namur: Chocolaterie
Frühstück im Hotel Als Napoleon am 18. Juni 1815 sein sprichwörtlich gewordenes Waterloo erlebte, befand er sich auf einem öden Feld knapp 20 km südlich von Brüssel. Schon bald nach der Schlacht, die der europäischen Geschichte eine entscheidende Wendung verlieh, mauserte sich der unbedeutende Weiler Waterloo zum Ziel von Schlachtenbummlern. Das Panorama de la Bataille stellt die Schlüsselszenen dieses langer Tages nach, das Hauptquartier des britischen Feldherrn Wellington in Waterloo ist ebenso zum Museum geworden wie das des Korsen im Gehöft Caillou in Vieux Genappe. Die ebenfalls mitkämpfenden Niederländer schütteten später den >Löwenhügel< auf, von dem aus sich ein weiter Blick über den Ort des blutigen Geschehens bietet. Andenkengeschäft: Napoleons und Wellingtons in allen Größen und Farben werden feilgeboten. Der Nachmittag bleibt einem besonderen Besuch in Namur vorbehalten. Wir besuchen Belle & Chocolat einen Werkstatt-Laden, der von der Besitzerin so charakterisiert wird: „Belle & Chocolat ist die kreative und respektvolle Schokoladenfabrik. Wir wählen die besten, authentischen und fairen Produkte aus und kreieren originelle Pralinen, die die Sinne wecken – und das alles mit Respekt vor den Produzenten und der Umwelt.“ Ein sehr hoher Anspruch? Danach, wenn möglich, Freizeit Abendessen im Hotel in Dinant
6. Tag: Gärten von Annevoie-Rouillon und der Festungshügel in Namur
Frühstück im Hotel Das Château Annevoie aus dem 17. und 18.. Jahrhundert liegt in einem kunstvollen Park mit prächtigen Wasserspielen (die denen von Versailles nachempfunden sind) und wunderschönen Rosengärten. Der Park hingegen ist zwischen Anfang April und Ende Oktober täglich geöffnet. Im geführten Spaziergang wollen wir das besondere Flair erfühlen. Namur liegt am Zusammenfluss von Sambre und Meuse. Der schönste Blick auf Altstadt und Zitadelle er- öffnet sich vom Wasser aus. Die Namourette, eine Art Wasserbus, legt hinter der Fleischhalle von 1590 an. Der Weg hinauf zur Zitadelle (Citadelle de Namur) ist steil, doch oben lockt eine herrliche Aussicht. Mit dem Bau der Festung, die zu den größten Europas zählt, begannen die Grafen von Namur im10. ]h. und Festungsbaumeister Sebastien de Vauban (1633-1707) vollendete sie. Die Wege durch den Bauch der Zitadelle führen zu Pulverkammer und Gräben. Das neue Besucherzentrum in der Kaserne Terra Nova zeigt 2000 Jahre Stadtgeschichte und Militärhistorie des Kontinents Europa. Abendessen im Hotel in Dinant
7. Tag: Rückreise mit Zwischenhalt in Arlon.
Frühstück im Hotel „Les Jardins de Molignée“, danach Auschecken. Auf der Rückfahrt besteht die Möglichkeit einer Pause in Arlon, der Hauptstadt der belgischen Provinz Luxembourg. Die Stadt ist eine römische Gründung. Aus jener Zeit steht noch ein Turm der antiken Stadtmauer. In seiner Nähe wurden Sarkophage, Stelen, Reliefs und Denkmäler gefunden, die im Musée Archeologique zu besichtigen sind. Auch ein Badehaus ist in Resten erhalten, zudem eine antike Basilika, die im 5. Jh. zur Kirche umgestaltet wurde. Die Ausgestaltung der Freizeit wird aktuell besprochen und umgesetzt.
*** Kleinere Änderungen im Programm sind möglich
Leistungen aus dem Programm:
• 1 x Besuch Abtei Val-Dieu inkl. Verkostung
• 1 x Eintritt und Führung in der Zitadelle von Dinant
• 1 x Guide für einen Stadtrundgang durch Dinant, mit geführtem Eintritt ins Sax – Museum
• 1x Guide für einen Stadtrundgang Lüttich
• 1 x Eintritt und Führung in der Kritallerie
• 1x Durbuy als Phototermin am Dienstag späten Nachmittag (Nach zeitlicher Möglichkeit.)
• 1 x Ganztagesguide für eine Fahrt zu den Grotten von Han-sur-Lesse
• 1 x Eintritt Grotten von Han-sur-Lesse mit Besuchsprogramm
• 1 x Eintritt mit Führung in der Brauerei Falmignoul.
• 1 x Eintritt Waterloo (Pass 1815)
• 1 x Führung und Verkostung in der Chocolaterie Belle & Chocolat
• 1 x Zitadellenpass Namur (Fahrt mit der Miniaturbahn, Führung durch die Zitadelle und die unterirdischen Anlagen und sowie Eintritt zum Besucherzentrum
• 1 x Eintritt und Führung in den Gärten von Annevoie
• 1 x Besuch im Stadtzentrum von Arlon als Pause auf der Rückfahrt, wenn möglich/gewünscht
Leistungen zum Aufenthalt und zur Reise allgemein: 7 Tage, vom 23.08.2026 bis 29.08.2026 Bus Reise-Versicherung • 6x Übernachtung Frühstücksbuffet im Hotel Les Jardins de la Molignee
• 6 x Abendessen im Hotel als 3-Gang Menü exkl. Getränke
Südböhmen und Südmähren sind touristisch wenig bekannt, doch gerade deshalb lohnte sich die Suche nach „kleinen Schätzen“ dort. Es waren die Rosenberger und Liechtensteiner, die in den Mittelstädten Budweis, Krumau, Trebitsch Brünn, Nikolsburg und Olmütz mit ihren Schlössern Frauenberg, Eisberg und Kremsier einmalig schöne Bauwerke schufen. Ihr wunderbarer Reichtum an Kunst und Kultur und die vielfältige Geschichte der Adelssitze ließen uns staunen. Die interessanten Familiengeschichten zeigten deren Rollen im Konzert der Großmächte. Malerische Innenstädte luden uns zum Verweilen ein. Auf manchen Plätzen genossen wir Musik und Kulinarik und rein zufällig in Olmütz slowakische Musik und Tradition. Große tschechische Traditionen bei der Herstellung von Bier und Wein (Silvaner) waren Thema bei der Brauerei-Besichtigung (Budweis) und einem opulenten traditionellen Schweinebraten mit Klößen im Gewölbekeller mit Verkostung von leckerem Sylvaner. Beeindruckend, schaurig, aber auch zum Nachdenken über den Sinn von Kriegen, war die Fahrt entlang einer tollen Naturlandschaft zwischen Brünn und Slavkov (Austerlitz), wo einst Napoleon Bonaparte mit zahlenmäßig unterlegenen Truppen die Schlacht von Austerlitz für die französische Armee siegreich gestaltete. Wieder in der Gegenwart angekommen, fuhren wir an unzähligen Stauseen Südböhmens entlang, mit denen die Tschechische Republik Überschwemmungen als Folgen von Starkregen reguliert. Tal-Siedlungen wichen den Stau-Anlagen, ihre Einwohner mussten umsiedeln. Nicht zuletzt besuchten wir die 1,6 km lange Turoldhöhle, die sich in den Klüften von Kreidefelsen bei Nikolsburg gebildet hat. Auf engen Treppen und Gängen führte uns der Weg ca. 35 Meter in die Tiefe bis zu den Quartieren mehrerer Fledermausarten. Knollenartige Gebilde im Fels machten die Szenerie in der Halbdunkelheit schon fast unheimlich, doch alle kehrten frohgemut wieder ans Sonnenlicht zurück. Ein weiterer Höhepunkt war das Zisterzienser-Kloster Yssi Brod südlich von Krumau. Siebzig Mönche lebten einst dort, heute wieder zehn und sammelten in der Bibliothek bis heute 70 000 Bücher ca. 1800 Handschriften. Sie dienen noch heute den Historikern der Universität Prag als einzigartige Quellen und überdauerten alle Kriege nahezu unbeschadet. Die Busfahrt, die auch in diesem Jahr unter der Leitung von Ehren-Presbyter Kurt Becker stand, bleibt allen Teilnehmern als besonderes Erlebnis in Erinnerung.