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Arbeitsstelle Frieden und Umwelt, Tel. 06232 6715-0, info@nospamfrieden-umwelt-pfalz.de

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Liederbuch "100 Friedenslieder"

Anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums hat die FriedensDekade ein umfangreiches Liederbuch unter dem Titel "100 Friedenslieder" herausgegeben.

Das Liederbuch im DIN A5-Format hat insgesamt 146 Seiten und ist in drei Kapitel unterteilt: internationale Friedenslieder, christliche Friedenslieder und Lieder, die eigens für die FriedensDekade komponiert und getextet wurden. Alle Lieder sind mit Noten und Akkordsymbolen abgedruckt.

Ein Liederbuch kann bei uns ausgeliehen oder für 9,80 € käuflich erworben werden. Bitte melden Sie sich bei uns: 06232 67150

Hiroshima Tag 2020

Anlässlich des Atombomben-Einsatzes am 6. August vor 75 Jahren haben der EKD-Friedensbeauftragte und der Präsident von Justitia et Pax eine gemeinsame Presseerklärung herausgegeben.

Auch die EAK und AGDF haben eine Pressemeldung hierzu veröffentlicht.

 

 

Angekündigter Truppenabzug der US-Streitkräfte von der Airbase Ramstein

Ein Truppenabbau in der Region Westpfalz könnte eine einseitige Freude darüber auslösen, es sei ein erster Schritt zu einem dauerhaften Weltfrieden. Weniger Soldaten, weniger Waffen, weniger Drohnen, Panzer, Flugzeuge etc. könnte bedeuten, dass wir drauf und dran sind unsere Lektionen für den Weltfrieden zu lernen.
Doch schafft eine Truppenverlagerung ohne Änderung der Haltung tatsächlich mehr Frieden? Neben diesen übergeordneten Fragen stehen die direkten Auswirkungen am Standort im Schatten so einer Freude: Die Häusle-Bauer, Gastronomen, Hoteliers und all diejenigen, die von der Stationierung profitieren.
Als Pfarrer in der Ev. Kirche lebe ich schon viele Jahre im Einzugsgebiet der Air Base Ramstein, der Militärgemeinde Kaiserslautern, dem US-Hospital Landstuhl, den Polygonen, dem Munitionslager Miesau u.s.w. Ich ahne die Zerrissenheit der Menschen dieser Region, die zwischen Fluglärm und Existenzsicherung, zwischen Weltfrieden und militärischer Sicherheit, zwischen so vielen anderen Fragen und Ängsten hin und her schwanken.
Ich kenne auch die Anstrengungen, die seitens der kommunalen und der Landespolitik unternommen sind, die Aktionen der Friedensbewegungen und auch die kirchlichen Versuche zum konstruktiven Dialog zu kommen. In diesem Papier mache ich den Versuch, etwas weiter zu denken.

Deutsche EU-Ratspräsidentschaft

Anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 erinnert das europaweite friedenskirchliche Netzwerk Church and Peace an die biblische Zusicherung Gottes (Hos 2,20), sicher zu wohnen ohne Waffen. Es fordert konkrete Schritte zur Stärkung der Rolle Europas als ,Friedensmacht‘, wie es sich Deutschland für die EU-Ratspräsidentschaft mit dem Motto „Gemeinsam. Europa wieder stark machen“ als Ziel gesetzt hat.

Pressemeldung von Church an Peace

Pressemeldung der EKD

 

Corona - Chance zur Umkehr

Spiritualität steht nie für sich alleine. Sie verändert die innere Haltung und eröffnet dadurch klare Schritte der äußeren Veränderung. Äußere Veränderung ist bei allen Herausforderungen gefragt: Flucht und Fluchtursachen, Klimaerhitzung und auch beim Umgang mit dem Corona-Virus.

Corona und mehr ... oder doch weniger?, 17. März 2020

Frieden, 26. März 2020

Theologische Spurensuche, 31. März 2020

Blind und taub, 2. April 2020

Wie wollen wir leben? Zwölf Anstöße für eine spirituelle Annäherung, 2. April 2020

 

Die EAK und die AGDF haben zu diesem Thema eine Pressemeldung herausgegeben.

 

 

 

Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerung

Am 15. Mai 2020 fand wieder der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerer statt.

Die EAK hat hierzu eine Pressemeldung herausgegeben.

 

 

 

Frieden im März 2020

Vor ein paar Tagen verband die Losung der „Herrnhuter Brüdergemeine“ Worte aus Philipper 4, 7:

„Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren“ mit einem Gedanken aus 3. Mose 26, 6:

„Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlaft und euch niemand aufschrecke.“

Ein schöne Verheißung und Zusage in schwierigen Zeiten. Ermutigend ist es, zu spüren, dass noch andere Worte uns berühren können als all die Nachrichten, Szenarien und Schreckensmeldungen dieser Tage.

„... dass ihr schlaft und euch niemand erschrecke ...“

Tatsächlich erschreckt es mich nicht mehr, dass nach wie vor Menschen vor Bomben fliehen müssen, Kinder in Flüchtlingslagern elend dahin vegetieren und sterben, kaum ein Insekt in diesen sonniger werdenden Tagen unterwegs ist. Ich sehe die „Corona-Sondersendungen“. Mich übermannen die Zahlen aus Italien, Spanien, Deutschland ... und ich höre, dass an Impfstoffen gearbeitet wird.
Allmählich bekomme ich Angst, nicht vor dem Virus, sondern vor uns Menschen mit unserer Hysterie und dem immer noch funktionierenden Mechanismus auszublenden.

"... wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren..."

Aus diesem Gefühl des Bewahrt-Werdens erwächst ganz bestimmt die Energie, dass wir aus der Bewältigung der Corona-Pandemie lernen, auch für andere Krisen beherzt Veränderungen anzugehen.

Ja, ich trauere um jeden Toten dieser Epidemie und fühle mit denen, die Angehörige nicht beerdigen können. Ich habe unendlich großen Respekt vor all jenen, die jetzt die Versorgung auf allen Ebenen ermöglichen.

Gleichzeitig beschleicht mich ein ungutes Gefühl, dass wir über das eigene Betroffen-Sein die Welt mit ihren Problemen einfach vergessen. Und wenn dereinst die Epidemie eingedämmt ist, uns noch viel größere Scherbenhaufen gegenüberstehen:
·    wenn das Virus in den Favelas und Armenvierteln gewütet hat,
·    der Regenwald fast abgeholzt ist, die klimatischen Bedingungen irreversibel zerstört, viele Arten unwiederbringlich ausgestorben sind,
·    ethnische Volksgruppen in Grenzgebieten vertrieben oder ermordet wurden,
·    wirtschaftlich nötige Ressourcen unter Weltkonzernen und bestimmten Staaten aufgeteilt sind.

Ich mache mir große Sorgen, dass der berechtigte Krisenmodus unserer Tage die dahinterliegenden Fragestellungen und Probleme einfach wegschiebt.

In diesem Sinne möchte ich nicht einfach beruhigt einschlafen, weil mich das Virus nicht trifft, das Krisenmanagement der Virolog*innen und Politiker*innen zu greifen scheint.

Die Menschen der so genannten Risikogruppen brauchen uns ebenso wie das Klima, unsere Natur, damit wir in ihr weiterleben können. Die Menschen am Rande unserer Gesellschaft brauchen uns und vor allem diejenigen, die durch unsere Wirtschaftsweise aus ihrer eigenen Gesellschaft herauskatapultiert wurden.

Wenn wir uns darauf einlassen können, solidarisch zu sein, ist ein gesundes und gerechtes Leben für alle in dieser Welt möglich. Darauf ruht dieser göttliche Friede, diesem Zustand ist er verheißen.

Ich wünsche mir so sehr, dass dieser Virus uns das lehrt.

Bleibt behütet und gesegnet und vor allem, bleibt gesund.

Hier zum vollständigen Text.

Detlev Besier

Pfarrer in der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Ev. Kirche der Pfalz

Arbeitsstelle stiftet Stolperstein

Am 05.02.2020 wurden in Kaiserslautern wieder Stolpersteine verlegt. Mehr als 200 Lebensgeschichten sind inzwischen in der Stadt mit Stolpersteinen sichtbar gemacht worden. Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religion, Kultur und Lebenszusammenhänge wurden Opfer der menschenverachtenden Ideologie des Nationalsozialismus. Jeder einzelne Stolperstein steht für einen einzigartigen Menschen, der entweder gefoltert, qualvollem Leid ausgesetzt war oder in der Todesmaschinerie der Konzentrationslager der Nazis zu Tode kam.

Die Mitarbeitenden der Arbeitsstelle haben sich bewußt dazu entschieden, mit der Patenschaft für einen Stolperstein für die Familie Strauss ein Zeichen zu setzen. Es war gerade diese Eisenbahnstraße, durch die meist jüdische Bewohner*innen durch Kaiserslautern Richtung Bahnhof getrieben wurden, um entweder nach Gursk oder in die verschiedenen Konzentrationslager verschleppt zu werden.

Bei der Verlegung sagten Schüler*innen der Westpfalz-Schule Weilerbach (sie sind die Paten der weiteren Stolpersteine aus der Familie Strauss), dass sie der Ausspruch NIE WIEDER KRIEG - NIE WIEDER FASCHISMUS bei der Begegnung mit den Biographien der Familie Strauss sehr berührt hat. 

Wir wollen nicht vergessen. 

Wir wollen mahnend daran erinnern, was Menschen in grausamster Art und Weise Menschen angetan haben. 

Deswegen sind wir Paten eines erinnernden Stolpersteins.

 

 

Petition für ein Lieferkettengesetz

In einer bundesweiten Kampagne setzen sich 64 zivilgesellschaftliche Organisationen für ein Lieferkettengesetz ein, das deutsche Unternehmen gesetzlich zur Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards verpflichten soll. In der Pfalz wird dieses Bündnis von der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt, vom missionarisch-ökumenischen Dienst und vom Referat Weltkirche des Bistums unterstützt.

Näheres siehe Pressemeldung der Landeskirche

Sie können die Kampagne mit Ihrer Unterschrift auf der Petitionsliste unterstützen.


 

 

 

Buch "Leben im Anthropozän"

Buch-Neuerscheinung:

Brigitte Bertelmann, Klaus Heidel (Hrsg.):
Leben im Anthropozän.
Christliche Perspektiven für eine Kultur der Nachhaltigkeit.
352 Seiten, oekom verlag München, 2018
Preis: 20.00 €

Wir leben im Anthropozän – denn der Mensch ist zu einem geologischen Faktor geworden.Signatur dieses neuen Abschnitts der Erdgeschichte ist die Verletzung der planetarischen Grenzen durch den Menschen. Dies bedroht das gegenwärtige Leben auf der Erde und nicht zuletzt die menschliche Zivilisation selbst. Hiervon sind zuallererst Arme und Ausgebeutete in aller Welt und vor allem in den Ländern des Südens betroffen. Daher stellt sich im Anthropozän die alte Gerechtigkeitsfrage in neuer Schärfe und neuer Gestalt.

Um drohendes Unheil abzuwenden, ist ein systemischer Wandel jener Gesellschafts- und Wirtschaftsweisen erforderlich, die den Globus dominieren. Wir brauchen eine Kultur der Nachhaltigkeit, die den Mut hat zu einer »kulturellen Revolution« (Papst Franziskus). Für die erforderliche sozialökologische Transformation aber gibt es keine Blaupause. Wege zu ihr müssen gesucht werden – und bei dieser Suche sind Religionsgemeinschaften unentbehrlich. Auch die christliche Theologie und die Kirchen können entscheidend zum Gelingen dieser Suche beitragen. Dies wird im Anthropozän zu einer Hauptaufgabe der Kirchen.

Der neue Sammelband, der vielfältige Aufsätze von 23 Autorinnen und Autoren bietet, will dazu beitragen, dass Kirchen dieser Verantwortung gerecht werden. Entstanden ist der Band im Rahmen des Ökumenischen Prozesses „Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten“.

Das Buch kann gerne bei unserer Arbeitsstelle erworben werden.


 

 

 

 

 

Asyldebatte

Die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche + Rechtsextremismus (die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt ist dort Mitglied) warnen vor Abschottung und Rassismus in der Asyldebatte und haben hierzu eine Pressemeldung herausgegeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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